Konzept ChL
Das dienstleistungsorientierte Geschäftsmodell des
Chemikalienleasing beruht im Kern darauf, dass durch einen Wechsel der
Bezugsgröße für die Beschaffung von Chemikalien (Menge
→ Nutzen) der Hersteller wirtschaftlich davon profitiert, wenn weniger
Chemikalien verbraucht werden ("less is more"). Im klassischen
Geschäftsmodell profitiert der Hersteller dagegen davon, wenn mehr
Chemikalien verbraucht werden ("the more you sell, the more you earn").
Durch den Wechsel vom klassischen Geschäftsmodell
(Bezahlung nach Menge) auf das Geschäftsmodell des Chemikalienleasing
(Bezahlung nach Nutzen) wird der Hersteller motiviert, zusammen mit dem
Anwender Prozessoptimierungsmaßnahmen einzuleiten und die Effizienz
des Chemikalieneinsatzes zu erhöhen. Bei Einhaltung entsprechender
Qualitätskriterien profitieren dann von diesem Effekt alle Beteiligten
und insbesondere auch die Umwelt, da weniger Chemikalieneinsatz eine Verringerung
von Ressourcenverbrauch, Emissionen und Abfall nach sich ziehen.
In den Subsektoren finden sich die Definition der UNIDO
zum Chemikalienleasing, sowie Ausführungen zum Konzept, zu den Zielen
sowie den Chancen und Risiken dieses neuen Geschäftsmodells.
Vereinfachtes Beispiel zur Verdeutlichung der wirtschaftlichen Vorteile
für alle Beteiligten
→ Aufgabe: Anwender muss 2 Mio Rohre reinigen
Chemikalienhersteller
Klassisches Geschäftsmodell
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Chemikalienhersteller
Geschäftsmodell Chemikalienleasing
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| 100 t Lösemittelverkauf |
= |
100.000 € Umsatz |
| 100 t Produktion |
= |
80.000 € variable Kosten |
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= |
10.000 € Fixkosten |
| Ergebnis: |
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10.000 € Gewinn |
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Mehrwert aus Prozessoptimierung
Nur 60 t Lösemittel werden benötigt
Leasingrate 0,04 € pro Rohr
| Leasing Einkommen |
= |
80.000 € Umsatz |
| 60 t Produktion |
= |
48.000 € variable Kosten |
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= |
10.000 € Fixkosten |
| Ergebnis: |
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22.000 € Gewinn |
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| Mehrwert für den
Chemikalienhersteller: 12.000 € |
Anwender
Klassisches Geschäftsmodell
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Anwender
Geschäftsmodell Chemikalienleasing
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Kosten zum Kauf von
100 t Lösemittel =
100.000 € |
Kosten zum Leasen
von 60 t Lösemittel =
80.000 € |
| Mehrwert für den
Chemikalienanwender: 20.000 € |