Förderung auf nationaler und internationaler Ebene
Chemikalienleasing ist nicht nur als Geschäftsmodell zu sehen. Vielmehr kann das innovative Konzept auch als wirksames politisches Instrument zur Umsetzung einer nachhaltigen Chemie eingesetzt werden.
So soll Chemikalienleasing dazu beitragen, eine höhere Wertschöpfung (bzw. ein höheres Wirtschaftswachstum) bei einem gleichzeitig geringeren Verbrauch an Ressourcen zu erzielen. Der sich aus der engeren Zusammenarbeit der einzelnen Glieder der Wertschöpfungskette ergebende Know-How Austausch und Technologietransfer soll zudem die Basis für die Entwicklung wettbewerbsfähiger Produkte gewährleisten und dem Chemiestandort Europa Wettbewerbsvorteile eröffnen.
Chemikalienleasing wird in Folge dessen bereits heute als erfolgsversprechendes Konzept auf nationaler und internationaler Ebene unterstützt. So ist das Chemikalienleasing-Modell als zielführende Aktivität im Rahmen des SAICM (Strategic Approach on International Chemicals Management) Ansatzes etabliert.
Auf europäischer Ebene ist in diesem Zusammenhang zudem erwähnenswert, dass im Rahmen der kürzlich verabschiedeten Resolution zur effektiven Rohstoffstrategie für Europa Chemikalienleasing explizit als innovatives Konzept erwähnt wird, welches durch die Europäische Kommission aktiv unterstützt werden soll.
Interessierte Firmen können zudem über das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanzielle Unterstützung zur Umsetzung von Projekten im Bereich Chemikalienleasing beantragen.
Chemikalienleasing wird darüber hinaus von zahlreichen weiteren nationalen Regierungen gefördert, u.a. in Serbien, Österreich, Kolumbien. Einen guten Überblick bietet in diesem Zusammenhang die internationale Chemikalienleasing Seite.